Diese Woche eröffneten Amelie und Franziskus Seilern-Aspang gemeinsam mit ihren Unternehmenspartnern Karin und Georg Hauer eine hochmoderne Pyrolyseanlage in Litschau. Mit diesem regional wegweisenden Leuchtturmprojekt setzen die beiden Familienbetriebe auf einen nachhaltigen Kreislauf: Restholz aus der Region wird zur Erzeugung von Nahwärme genutzt und gleichzeitig zu hochwertiger Pflanzenkohle verarbeitet, in der Kohlenstoff langfristig gebunden bleibt.

In seinen Eröffnungsworten unterstrich Franziskus Seilern-Aspang die Bedeutung einer aktiven und nachhaltigen Waldbewirtschaftung, um den notwendigen Waldumbau voranzutreiben. Dabei steht für ihn der natürliche Kreislauf des nachwachsenden Rohstoffs Holz im Mittelpunkt. Durch die Verarbeitung von Restholz zu Pflanzenkohle kann ein wesentlicher Teil des darin enthaltenen Kohlenstoffs langfristig gespeichert und der Atmosphäre entzogen werden. Damit zweigt der Eigentümer eines Forstbetriebs auch einmal mehr vor, wie Naturverstand gelebt werden kann.
Die Idee zu diesem Konzept verfolgt Seilern-Aspang bereits seit rund acht Jahren. Umso größer ist die Freude, mit der Familie Hauer einen Partner gefunden zu haben, der den Kreislauf vervollständigt und zugleich eine sinnvolle Nutzung der im Pyrolyseprozess entstehenden Wärme ermöglicht.
„Eine perfekte Synergie, wenn ein Partner in Festmetern und der andere in Kilowatt denkt“, brachte Franziskus Seilern-Aspang die Zusammenarbeit auf den Punkt. Die Kooperation der beiden seit Generationen in der Region verwurzelten Familienbetriebe zeigt beispielhaft, wie Verantwortung, Innovation und unternehmerischer Weitblick zu regionaler Wertschöpfung beitragen können.
In der hochmodernen Anlage wird Restholz aus dem Forstbetrieb des niederösterreichischen Mitglieds Seilern-Aspang zu Pflanzenkohle verarbeitet. Die dabei entstehende Wärme wird für die regionale Wärmeversorgung genutzt. Gleichzeitig bleibt ein wesentlicher Teil des Kohlenstoffs dauerhaft in der Pflanzenkohle gebunden. Diese kann unter anderem bei der Kompostierung und zur Bodenverbesserung eingesetzt werden.
Mit einem Investitionsvolumen von rund 3,5 Millionen Euro ist die neue Pyrolyseanlage nicht nur technologisch wegweisend, sondern auch ein starkes unternehmerisches Bekenntnis zum Standort und zur Region. Das Projekt verbindet nachhaltige Forstwirtschaft, erneuerbare Wärmeversorgung, langfristige Kohlenstoffbindung und regionale Wertschöpfung zu einem zukunftsorientierten Gesamtkonzept.
